Der Skymetro ist eine kleine Untergrundbahn mit genau einer Aufgabe: Er verbindet das Hauptgebäude des Flughafens Zürich mit Dock E, dem Satellitenterminal, an dem die Langstreckenflugzeuge stehen. Einen anderen Weg dorthin gibt es nicht.
Er fährt automatisch, ohne Fahrer, im Dauerbetrieb – und braucht rund zwei Minuten.
Warum es ihn gibt
Dock E wurde jenseits der Rollwege gebaut, was für Flugzeuge effizient und für Passagiere unpraktisch ist. Statt Busse über aktive Rollwege zu führen, hat der Flughafen einen Tunnel gegraben und eine automatische Kabinenbahn hineingesetzt. Das Ergebnis: Ein Weg von einigen hundert Metern, der sonst ein betriebenes Vorfeld queren müsste, dauert zwei Minuten im Zug.
Wo er in Ihrer Reise steht
Nach der Passkontrolle
Airside Center, dann Passkontrolle beim Verlassen des Schengen-Raums, dann hinunter mit dem Skymetro nach Dock E. Rechnen Sie ab Airside Center mit zehn Minuten.
Vor der Passkontrolle
Aus dem Flugzeug in Dock E direkt in den Skymetro und erst danach zu Einreise und Gepäck. Das überrascht alle, die zuerst die Passkontrolle erwarten.
Durchgehend
Die Züge fahren im Dauerbetrieb statt nach Fahrplan. Wartezeiten misst man in Sekunden, nicht in Minuten.
Stufenlos
Niveaugleicher Einstieg, Lifte an beiden Enden, Platz für Trolleys und Rollstühle.
Der Klang
Der Skymetro ist eines der wenigen Flughafen-Transportsysteme, an die sich Reisende erinnern – wegen dem, was im Tunnel läuft: aufgenommene Kuhglocken, Alphorn und Jodel. Das ist Absicht, das ist unverschämt schweizerisch, und für viele Reisende ist es das Erste, was ihnen sagt, dass sie in der Schweiz angekommen sind.
Es gibt das seit Jahren, und es ist eher Teil der Identität des Flughafens geworden als eine Kuriosität geblieben.
Damit planen
Wenn Ihr Gate in Dock E liegt, behandeln Sie das Airside Center nicht als Nachbarschaft. Nicht die zwei Minuten im Zug sind das Problem, sondern der Weg zum Perron, der Abstieg und – bei Nicht-Schengen-Abflügen – die Passkontrolle davor. Zehn Minuten sind sicher, fünfzehn sind bequem.
Beim Umsteigen führt ein Wechsel zwischen Dock E und Dock A oder B immer über den Skymetro und je nach Richtung über die Passkontrolle. Zürichs Mindestumsteigezeiten berücksichtigen das, doch eine knappe Verbindung über E ist knapper als dieselbe über A.
Bei Langstreckenankunft merken Sie sich die Reihenfolge: Skymetro zuerst, Einreise danach. Die vollständige Kette vom Aufsetzen bis zum Bordstein steht auf der Ankunftsseite.
Gibt es eine Alternative?
Nein. Anders als an Flughäfen, wo eine Kabinenbahn einen begehbaren Korridor verdoppelt, ist der Skymetro die einzige Anbindung von Dock E. Bei einem Ausfall würde der Flughafen Busse auf dem Vorfeld einsetzen – im Normalbetrieb ist der Zug der Weg.
Skymetro am Flughafen Zürich – FAQ
Was ist der Skymetro am Flughafen Zürich?
Eine automatische Untergrundbahn, die das Hauptgebäude mit Dock E verbindet, dem Satelliten für Langstrecken- und Nicht-Schengen-Flugzeuge. Sie fährt fahrerlos, im Dauerbetrieb und braucht rund zwei Minuten.
Wie lange dauert die Fahrt mit dem Skymetro?
Rund zwei Minuten für die Fahrt selbst. Rechnen Sie ab Airside Center insgesamt mit etwa zehn Minuten, inklusive Fussweg, Abstieg und allfälliger Passkontrolle unterwegs.
Muss ich den Skymetro nehmen?
Wenn Ihr Gate in Dock E liegt, ja – einen Fussweg gibt es nicht. Für Gates in Dock A oder B brauchen Sie ihn überhaupt nicht, die sind über das Airside Center zu Fuss verbunden.
Kommt der Skymetro vor oder nach der Passkontrolle?
Das hängt von der Richtung ab. Beim Abflug kommt zuerst die Passkontrolle und dann der Skymetro. Bei Ankunft aus der Langstrecke fährt zuerst der Skymetro und die Einreise folgt danach.
Warum spielt der Skymetro Kuhglocken?
Mit Absicht. Im Tunnel laufen aufgenommene Kuhglocken, Alphorn und Jodel als Willkommensgruss in der Schweiz. Das ist längst Teil der Identität des Flughafens und keine vorübergehende Spielerei.
Ist der Skymetro mit dem Rollstuhl zugänglich?
Ja. Der Einstieg ist niveaugleich, an beiden Enden gibt es Lifte, und es ist Platz für Rollstühle und Gepäcktrolleys vorhanden.